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Alice in den Städten:
(1974)
Filmplakat Land: Deutschland (West)
Regie: Wim Wenders
Darsteller: Rüdiger Vogler, Lisa Kreuzer, Yella Rottländer

Inhalt: 

Der Journalist Philip Winter sammelt Bilder. Aber sie öffnen ihm keinen Zugang mehr zur Wirklichkeit. Alice, ein kleines Mädchen, ebenso launisch und starrsinnig wie er, gibt ihm die verlorene Realität zurück. Während einer unfreiwilligen Odyssee von New York über Amsterdam nach Wuppertal und durch das Ruhrgebiet stößt sie ihn mit der Nase auf die Tatsachen des Lebens.
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"Stadtmenschen oder Menschenstadt?"

Die Stadt mit Menschen. Ohne Stadt gibt es nur noch die Menschen. Ohne Menschen gibt es nur noch Stadt. Was ist die Stadt ohne Menschen. Beton. Seelenlos oder frei. Die Stadt mit den Menschen, die umher irren, sich verraten und anderen begegnen. Eine Stadt voller Menschen ist eine verlorene Stadt, weil kein Mensch der Stadt gehören mag. Eine Stadt mit einem Menschen ist auch eine verlorene Stadt. Obgleich der eine Mensch im Besitz der Stadt ist, so ist er gleichzeitig mit der Stadt allein. Eine Stadt mit einem einzigen Menschen ist ein verlorener Mensch und keine verlorene Stadt. Eine Stadt kennt keine Einsamkeit. Der Mensch muss anderen Menschen begegnen, die er kennen lernen kann, damit die Stadt für den Menschen lebendig wird, damit die Stadt sich mit Leben füllt. Doch welche Stadt. Welche Stadt sieht man dann, wenn sie lebendig geworden ist? Ist es noch diesselbe Stadt wie zu dem Zeitpunkt der Totenstille. Kann es diesselbe Stadt überhaupt sein.

 
Autor © Thomas Ochs (25.11.09)
 

Quelle Alice in den Städten, Regie: Wim Wenders, DVD-Video, Kinowelt Home Entertainement 2007; (Orig.: D 1974).