STARTSEITE    ||    BLOG    |    FILM    |    MORPHET  
 
  » Blog
   
  (login)
  • Registrieren
  • Anmelden
       
      (kategorien)

    Info

  • Film
  • Theater
  •    
      (suche)

       
      (archiv)
  • Juni 2010
  • Mai 2010
  • Februar 2010
  • Januar 2010
  • Dezember 2009
  • November 2009
  • Oktober 2009
  • Juni 2009
  •   1. Juni 2010, 16:37

    Rechnitz. Der Würgeengel (Wieler, 2009)

    Abgelegt unter:Notizen zu Theater, Theater
    admin

    „[…] und sie keinen Blick zum Staunen haben.“ (letzter Satz). Diese Boten. Sind das wirklich Boten mit einer Botschaft. Also haben sie tatsächlich etwas zu sagen. Nein. Etwas zu berichten. Zu dokumentieren. Diese Boten mit ihren ekligen, mit Essen verschmierten Fratzen und Fingern. Verschmierte Finger und verschmierte Mäuler. Alles ist doch irgendwie verschmiert. Irgendwie alles und nichts. Da ist auch der Kuchen an den weißen Kacheln. Einfach drüber geschmiert. Ohne Rücksicht auf das Weiß. Auf die Leere. In dieser Leere wurden die Schauspielenden auch angestrahlt von diesem kühlen Licht. Von diesen ganz kühlen Steinkacheln. Das ist klar. Es braucht nicht mehr gesagt zu werden. Wenn man diese ganze Geschichte drumherum kennt. Da braucht es nicht viel zu sagen zu geben. Egal in welcher Weise. Weil man weiß ja um die Toten. Die noch nicht gefunden worden sind. Die nicht mehr anwesend sind. Die das ja auch gar nicht mehr können. Was kann man schon tun. Zwischen diesem Geplaudere und zwischen diesen morbiden Worten. Zwischen diesen verzweifelten Worten. Nein. Verzweifelt sind diese Worte bestimmt nicht. Weil es ja gar keine Verzweiflung gibt. Vielleicht auch gar nicht geben kann. Über was soll man schon verzweifelt sein, wenn man eigentlich gar nichts weiß. Was wissen. Die Kleider. Das nackte Fleisch und diese Worte. Die über allem stehen. Diese Worte als Aktion. Als Kulisse. Als Werk. Als etwas Gesagtes und zwischen diesen Worten der Boten. Essensreste. Klamotten. Pelze. Waffen. Ja. Requisiten. Wie auch die Boten Requisiten sind. Requisiten und Kulisse der Geschichte. Von Vergangenheit. Die es nicht gibt. Die nicht existiert. Welche Vergangenheit und vor allen Dingen welche Gräber. Welche Toten. Die Totenliste existiert ja auch gar nicht. Man hört nur die Schüsse und da fang Ich schon an zu zucken. Da vibriert mein Körper. Ganz schön grausam ist er da zu meinem Geist. Und Körper will doch nicht grausam sein. Die Körper. Die erschossen sind. Die es nicht mehr gibt. Nur noch Bruchstückhaft. Irgendwo wo es kein Licht mehr gibt. Kein Licht mehr dass in die Augen strahlt. Die Dunkelheit und die Toten. Die wir nicht kennen. Deren Körper wir ja nicht sind. Ja. Was bleibt da noch außer Unserer Körperschaft. Die etwas verkörpern kann. Und die Körper der Schauspielenden. Die ja schon seit geraumer Zeit diese Boten verkörpern. Wir gehen hinaus aus dieser Theaterwelt und sind weiter nur Körper. Die vielleicht zu Boten werden. Zu richtigen Boten. Mit einer richtigen Botschaft. Die Wir ja dadurch haben. Dass wir an etwas teilgenommen haben. Was passiert und durch das ORF ein Stück weit dokumentiert ist. Wir gehen raus und spielen irgendwelche Boten.

    Autor: Thomas Ochs (24.05.2010)

    Kommentare (0)

    4. Mai 2010, 22:39

    Ein immer wiederkehrender Prophet!

    Abgelegt unter:Ich-Erzähler
    admin

    Encore cet film; j’adore ca. La musique. Les acteurs. C’est très beaux. Violence. Mort. Et une histoire criminelle. Ich möchte zu diesem Film wieder und wieder ins Kino gehen; auch weil ich nicht gleich alles erfassen kann; weil ich nicht gleich alles verstehen mag. Allein das, was man hier geschauspielt sieht; allein das ist es für mich wert wieder und wieder zu erleben, was dieser Film ist. Was ist dieser Film?

    Film: Un Prophète (Jacques Audiard, 2009)
    Autor: Ich-Erzähler

    Kommentare (0)

    1. Februar 2010, 23:10

    Tetro (Francis Ford Coppola, 2009)

    Abgelegt unter:Notizen zu Film
    admin

    s/w Ästhetik nicht nur für Neutralität; auch Distanz; irgendetwas Unbuntes; was hier nicht farbig ist; ist auch gleichzeitig etwas Nicht-Gefundenes; man sucht in den farbigen Bildern der Vergangenheit etwas wie Wahrheit oder noch mehr Antworten (Konvention irgendwo auch gebrochen, weil eigentliches Verständnis der dialektischen Beziehung von Farbigkeit und s/w eher umgedreht ist; diese Farbsequenzen in anderem Format); auch irgendwo nicht wirklich eine Form von Wahrheit, weil man ja so lange die Lüge nicht kennt; dann ist es ja nicht möglich bewusst nach dieser Wahrheit zu suchen; im s/w Suche nach Antworten auf Fragen, die nicht gestellt werden dürfen und auch dokumentieren von Verdrängung; Tetro selbst hat sich mit diesen Wahrheiten, die ihm sehr bewusst sind gebrochen; sich eben distanziert; er steht auf Kriegsfuß mit allem und jedem, der versucht an diesem Verdrängungskonstrukt zu rütteln; s/w Bilder erschlagen einen zeitweise; Licht- und Schatteneffekte desillusionieren den Blick; starke Konturen; Blenden und Abstoßen; sehr grelle Lichter anfangs; zum Ende eher weicher bzw. dezenter; vielleicht weil man zunehmend näher an das, was man Wahrheit nennen will heranrückt; Wissendurst und Neugierde wird auch ein Stück weit gestillt; Wissen macht das Leben mit diesem Film vielleicht einfach auch erträglicher

    Kommentare (0)

    Ältere Artikel »